Fragen & Methodik

Wie konfirmed funktioniert und was die Ergebnisse bedeuten.

Ist das ein Rechtsgutachten?

Nein. konfirmed ist ein technisches Diagnosewerkzeug, das automatisiert prüfbare Sachverhalte erkennt, z. B. ob Tracker vor einer erkennbaren Einwilligung laden oder ob ein Ablehnen-Button im Consent-Banner fehlt. Die Ergebnisse sind Hinweise auf potenzielle Consent- und Tracking-Risiken, keine rechtliche Bewertung. Für verbindliche Auskunft wende dich an einen Datenschutzbeauftragten oder Rechtsanwalt.

Was bedeutet „vor erkannter Einwilligung"?

konfirmed öffnet jede Seite in einem frischen Browser ohne Cookies oder gespeicherte Einwilligungen, ähnlich wie ein Erstbesucher. Tracker oder Cookies, die in diesem Zustand bereits aktiv sind, werden als „vor erkannter Einwilligung" gewertet, weil im frischen Browserzustand keine vorherige Zustimmung erkennbar ist. In vielen korrekt konfigurierten Consent-Setups werden nicht-essenzielle Dienste erst nach aktiver Einwilligung geladen.

Was bedeutet der Risikoindikator?

Der Risikoindikator fasst die gefundenen Befunde zu einem Wert von 0–100 zusammen. Er gewichtet Befunde nach technischer und Consent-/Tracking-Relevanz und dämpft den Wert logarithmisch – eine Seite mit zehn kleinen Auffälligkeiten gilt nicht als zehnmal so riskant wie eine Seite mit einer einzelnen Auffälligkeit. Der Wert ist ein interner Vergleichswert, kein Compliance-Score und keine Bußgeldprognose.

Warum unterscheiden sich Prüfungen manchmal leicht?

Websites liefern je nach Tageszeit, Serverauslastung oder A/B-Test-Variante unterschiedliche Inhalte. Auch Drittanbieter-Skripte können sich ändern, ohne dass die Website selbst angepasst wurde. Gelegentliche Abweichungen zwischen zwei Prüfungen sind daher normal. Anhaltende Veränderungen werden in der regelmäßigen Prüfung als Regression erkannt und per E-Mail gemeldet.

Was passiert bei A/B-Tests oder regionalen Varianten?

konfirmed scannt aus einer deutschen IP-Adresse mit deutschsprachigem Browser-Profil. Wird dir oder deinen Kunden eine andere Seiten-Variante ausgeliefert als dem Scanner, können die Ergebnisse abweichen. Das betrifft vor allem geo-basierte Redirects und serverseitige A/B-Tests. Client-seitige Tests, z. B. über Google Optimize oder VWO, sind häufig im Prüfergebnis oder Screenshot erkennbar.

Warum kann eine Prüfung fehlschlagen?

Mögliche Ursachen sind Bot-Schutz, z. B. Cloudflare CAPTCHA oder Datadome, eine Login-Pflicht, instabile Verbindung oder eine Seite, die im Headless-Browser nicht korrekt rendert. Fehlerhafte Prüfungen werden nicht in den Risikoindikator eingerechnet. Bei wiederholten Fehlern kannst du die Prüfung manuell neu starten oder uns über [email protected] informieren.

Wie lange werden Screenshots gespeichert?

Screenshots werden aus Speicher- und Datenschutzgründen automatisch nach 30 Tagen gelöscht. Prüfergebnisse wie Befunde und Risikoindikator bleiben im Verlauf erhalten.

Warum sieht man keinen Consent-Banner im Screenshot?

Bei Seiten mit animierten Consent-Bannern kann es passieren, dass der Screenshot erzeugt wird, bevor der Consent-Banner sichtbar ist.